Beschreibung
Der Palazzo Granafei-Nervegna ist ein eleganter Renaissancepalast in der Via Duomo, in der Altstadt von Brindisi, heute ein Kulturzentrum der Stadt. Man kommt vor allem, um das Originalkapitell der Römischen Säulen aus der Nähe zu sehen, das in einem seiner Säle ausgestellt ist.
Bevor du hineingehst, lohnt es sich, die Fassade zu lesen. Gesimse gliedern sie in drei Geschosse, kein Fenster gleicht dem anderen, und vier lateinische Sinnsprüche geben den Passanten Ratschläge: „Die weise Frau baut ihr Haus; die törichte reißt es mit eigenen Händen nieder“ oder „Liebe den Schlaf nicht, damit du nicht verarmst“.
Über dem Portal prangt das Wappen der Granafei: ein steigender Löwe, der eine Kornähre hält. Es ist ein Wortspiel mit dem Familiennamen, den man von „granum fert“, er trägt Korn, ableitete.
Der Palast taucht erstmals in einem Dokument von 1565 als Haus des „magnifico“ Nicolò Granafei auf. Nach der Familienüberlieferung stammten die Granafei aus Konstantinopel, aus dem sie nach der türkischen Eroberung geflohen waren, und waren von Oria nach Brindisi gezogen.
Ein Inventar von 1749 verzeichnet im Obergeschoss einen Saal, die Kapelle und sogar ein „Frauenzimmer“.
1862 ging der Palast an die Brüder Luigi und Giuseppe Nervegna über, Händler für Öl, Getreide und Wein. Luigi wohnte dort bereits zur Miete, und im Kaufvertrag heißt es, er habe den Palast liebgewonnen.
Giuseppe Nervegna begeisterte sich für Archäologie und antike Münzen und war deutscher Konsul und britischer Vizekonsul. Er setzte sich dafür ein, dass der Hafen von Brindisi für die Indische Post und die großen internationalen Handelsrouten gerüstet war.
1921 verkauften ihn die Erben an den Piccolo Credito Cattolico, und 1930 kaufte ihn die Stadt, die dort bis 1976 das Gericht unterbrachte. Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde er restauriert und 2008 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet, mit Ausstellungssälen und Repräsentationsräumen des Bürgermeisters.
Bevor du hineingehst, lohnt es sich, die Fassade zu lesen. Gesimse gliedern sie in drei Geschosse, kein Fenster gleicht dem anderen, und vier lateinische Sinnsprüche geben den Passanten Ratschläge: „Die weise Frau baut ihr Haus; die törichte reißt es mit eigenen Händen nieder“ oder „Liebe den Schlaf nicht, damit du nicht verarmst“.
Über dem Portal prangt das Wappen der Granafei: ein steigender Löwe, der eine Kornähre hält. Es ist ein Wortspiel mit dem Familiennamen, den man von „granum fert“, er trägt Korn, ableitete.
Der Palast taucht erstmals in einem Dokument von 1565 als Haus des „magnifico“ Nicolò Granafei auf. Nach der Familienüberlieferung stammten die Granafei aus Konstantinopel, aus dem sie nach der türkischen Eroberung geflohen waren, und waren von Oria nach Brindisi gezogen.
Ein Inventar von 1749 verzeichnet im Obergeschoss einen Saal, die Kapelle und sogar ein „Frauenzimmer“.
1862 ging der Palast an die Brüder Luigi und Giuseppe Nervegna über, Händler für Öl, Getreide und Wein. Luigi wohnte dort bereits zur Miete, und im Kaufvertrag heißt es, er habe den Palast liebgewonnen.
Giuseppe Nervegna begeisterte sich für Archäologie und antike Münzen und war deutscher Konsul und britischer Vizekonsul. Er setzte sich dafür ein, dass der Hafen von Brindisi für die Indische Post und die großen internationalen Handelsrouten gerüstet war.
1921 verkauften ihn die Erben an den Piccolo Credito Cattolico, und 1930 kaufte ihn die Stadt, die dort bis 1976 das Gericht unterbrachte. Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde er restauriert und 2008 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet, mit Ausstellungssälen und Repräsentationsräumen des Bürgermeisters.